RKV Hofen sechstbeste Mannschaft Deutschlands

Am 28. Und 29.04. fanden in Nufringen, Landkreis Böblingen, die Deutschen Meisterschaften im Hallenradsport der U17 und U19 statt. In der Disziplin Radball konnte sich das Duo Judith Wolf / Magnus Öhlert bereits zum dritten Mal qualifizieren. Das Wochenende bot Spielern und Betreuern ein Wechselbad der Gefühle, in dem alles beinhaltet war und zum Schluss die Freude überwog.

 

 Der Samstagmorgen begann für Hofen gleich mit der Begegnung mit dem Deutschlandkader-Team aus Konstanz. Hatte man Konstanz auf der BWM und in verschiedenen anderen Turnieren schon erfolgreich die Stirn bieten können, war schon diese Begegnung ein böses Omen für den gesamten Samstag. Gleich zweimal konnte die Vertretung aus Baden den sonst gewieft und schnell agierenden Hofener Feldspieler Magnus Öhlert überrumpeln und Freistöße direkt zu Toren wandeln und Hofen lief ständig einem Rückstand hinterher, den das RKV-Team nicht mehr aufholen konnte. So ging das erste Spiel mit 2:4 gegen Hofen verloren.

 

Im Spiel gegen den späteren deutschen Meister Darmstadt konnte Hofen in der ersten Halbzeit sehr gut mithalten, erzielte sogar den Führungstreffer und war bis zur Halbzeit auf Augenhöhe. In der zweiten Spielhälfte ließ sich Hofen allerdings in die Defensive drängen und Darmstadt zeigte auch seine Klasse, mit 2:6 war die Niederlage schon sehr deutlich ausgefallen.

 

Den zweiten Spieleblock am Samstagnachmittag markierte die Begegnung mit dem Team aus Gärtringen, welches auch aus der Verbandsrunde bekannt war. Die Bilanz zugunsten der Hofener fiel auf der DM aber nicht ins Gewicht, Gärtringen konnte ein schnelles Führungstor erzielen und auch nach dem Ausgleich durch den Freistoß für Hofen war Gärtringen wieder am Drücker und konnte den 2:1 Vorsprung mit in die Pause nehmen. Die zweite Hälfte spielte Gärtringen extrem ballsicher, Hofen kam einfach nicht in die Offensive. Nachdem Gärtringen kurz vor Schluss auf 3:1 erhöhte, konnte auch der Anschlusstreffer die Niederlage nicht mehr verhindern.

 

Dass die drei zum Teil unnötigen Niederlagen am Selbstbewusstsein genagt hatten zeigte sich im letzten Spiel gegen Blau-Gelb Ehrenberg aus Thüringen. Die erste Hälfte des Spielt markierte den absoluten Tiefpunkt des Hofener Radballteams auf der DM. Zur Halbzeit stand es bereits 0:5 für die Thüringer. In der zweiten Hälfte zeigte sich plötzlich wieder Kampfgeist bei den beiden Hofenern, die bereits seit neun Jahren als Radballteam spielen. Plötzlich griffen die beiden an, spielten sich Bälle zu und konnten bei einem Gegentor noch zwei Treffer erzielen. Trotz der hohen Niederlage zeigte sich Licht am Horizont.

 

Der Sonntag begann mit dem Spiel gegen Ginsheim. Von der Zurückhaltung und Verschüchterung die Hofen am Tag zuvor an den Tag gelegt hatte, war keine Spur mehr zu sehen. Ohne jeglichen Respekt ging Magnus Öhlert in die Zweikämpfe und konnte sich viele Bälle erobern, der Führungstreffer und ein ausgeglichener Spielstand zur Halbzeit waren der Lohn. Auch die zweite Hälfte verlief auf Augenhöhe. Nach dem Ginsheimer Führungstreffer und einem weiteren Angriff von Ginsheim aufs Hofener Tor versuchten die Hofener nochmals die letzte Option auf den Ausgleich und fuhren mit beiden Spielern aufs Feld. Hier war Ginsheim jedoch schneller, Hofen konnte den Ball nicht sichern und Sekunden vor dem Schlusspfiff fiel das 4:2 für Ginsheim.

 

Dennoch konnten die Hofener hoch erhobenen Hauptes die Fläche verlassen, sie hatten gezeigt, dass sie es können und wollten die beiden verbliebenen Spiele unbedingt noch für sich entscheiden. Und dies gelang auf beeindruckende Weise. Gegen Münster erreichte der RKV Hofen ein nie gefährdetes 3:1 und auch im letzten Spiel gegen Krofdorf zeigten sich Judith und Magnus von ihrer Schokoladenseite. Vorangetrieben von den baden-württembergischen Fans gaben die beiden alles und konnten auch die Mannschaft aus Hessen mit 3:1 besiegen.

Nach dem Fehlstart am Samstag war der sechste Rang nun doch ein versöhnliches Ende des höchsten nationalen Wettbewerbs zumal die beiden Hofener als drittbestes bundesdeutsches Team des Jahrgangs 2000 nun zu den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga zugelassen ist.