With the link beneath you can download the program booklet with all forewords, teams and the timetable of the championships - feel free to inform yourself!
Mit dem unten stehenden Link können Sie sich das Programmheft vorab downloaden, es beinhaltet die Grußworte, Teamvorstellungen und Spielpläne sowie weitere interessante Informationen rund um die Veranstaltung.
Bild: CHRISTIAN LANG
Zehn Teams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Japan lieferten in der Glück-Auf-Halle Radball auf höchstem Niveau. Mit dabei war auch das heimische Duo Magnus Öhlert und Dennis Berner, das als Team des Ausrichters das vom Weltverband reservierte Startrecht erhielt. Für die Gastgeber bedeutete das: zweite Liga gegen die Weltspitze.
Die Halle bot mit Lichttraversen und den ansteigenden Rängen den passenden Rahmen. Schon früh füllten sich die Plätze und die Sprecher Frank Schulz und Patrick Schlipf trieben die Stimmung sicher, aber wirkungsvoll wurde die Glück-Auf-Halle bis zum Finale zum Hexenkessel.
Für den RKV war dieses Finale ein besonderes Event im Jubiläumsjahr. Der Verein feiert sein 100-jähriges Bestehen und hatte sich rechtzeitig für die Ausrichtung beworben. Der Zuschlag kam von der UCI. „Das ist das sportliche Highlight für uns“, sagte Pressereferent Franz Öhlert. Die Rückmeldungen der Teams und Fans bestätigten den Aufwand. Viele sprachen von einer Ausrichtung, wie man sie sich auf internationaler Bühne wünscht.
Bild: CHRISTIAN LANG
Sportlich stand das Finale im Zeichen einer Ära, die an diesem Abend endete. Die amtierenden Weltmeister Raphael Kopp und Bernd Mlady vom RMC Stein I bestritten ihr letztes gemeinsames Turnier. Nach vielen Jahren an der Weltspitze – wenn auch nicht immer im selben Team - beenden sie ihre Radballkarriere. Dass dieser Abschied ausgerechnet im stimmungsvollen Hofen stattfand, passte zum Verlauf eines besonderen Turniers. Stein I machte es sich selbst und den Fans noch einmal schön. Im Finale traf das Team erneut auf den RV Dornbirn mit Patrick Schnetzer und Markus Pröll. Wie schon bei der Weltmeisterschaft in Göppingen spielte Stein I seine Klasse voll aus, Tempo, Präzision und fasst übermenschliche Radbeherrschung führten zum 7:2-Endstand. Ein würdiger Schlusspunkt einer außergewöhnlichen Karriere.
Bild: CHRISTIAN LANG
Für Hofen begann das Turnier mit dem Eröffnungsspiel gegen Dornbirn. Die Gastgeber hielten zunächst stark dagegen, kamen nach schnellem 0:2 auf 1:2 heran und vergaben dann einen Viermeter. Zur Pause stand es 1:3, danach spielte Dornbirn seine Klasse aus und gewann mit 8:1. Im zweiten Spiel gegen Dorlisheim zeigte Hofen dann, warum das Motto des Tages gut gewählt war. Mutig, aggressiv, entschlossen. Der 5:2-Erfolg begeisterte die Fans und war ein weiterer Höhepunkt aus Sicht des RKV.
Gegen Mosnang lief es dagegen nicht rund. Hofen fand keinen Rhythmus, machte zu viele Fehler und lief ständig einem Rückstand hinterher. Das 3:6 spiegelte die Partie wider. Der Abschluss der Vorrunde gegen Großkoschen wurde hitzig. Beide Teams waren unzufrieden mit Entscheidungen der Kommissäre. Bei 3:7 sah Dennis Berner wegen Reklamierens Rot. Das Spiel wurde mit 0:5 gegen Hofen gewertet.
Damit landete Hofen hinter Dornbirn, Mosnang und Großkoschen in seiner Gruppe auf dem vierten Platz. Dorlisheim wurde Fünfter. In der zweiten Gruppe bestätigte Stein I seine Favoritenrolle. Dahinter folgten Altdorf I, Stein II, Altdorf II und Kobe aus Japan.
Die Halbfinals entschieden Dornbirn mit 8:6 gegen Altdorf I und Stein I mit 11:3 gegen Mosnang. Das Schweizer Spiel um Platz drei gewann Mosnang mit 3:2. Großkoschen sicherte sich Platz fünf in einer engen Partie gegen Stein II mit 4:3.
Bild: CHRISTIAN LANG
Im Spiel um Platz sieben musste Hofen mit Ersatz spielen. Da Berner gesperrt war, spielte Julian Schwarzer aus der Verbandsligamannschaft an der Seite von Öhlert. Beide kämpften, verloren aber mit 4:9 gegen Altdorf II. Für Schwarzer überwog dennoch die Freude. Für ihn war es ein Erlebnis, in dieser Atmosphäre auf dem Feld zu stehen.
Die Siegerehrung übernahm Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting. Er sprach von einem sehr gelungenen Turnier und würdigte die Leistungen aller Teams. Dazwischen setzten die „Jumptastics“ des FC Röhlingen und Kunstradsportlerinnen aus Hofen und Lorch sehenswerte Akzente.
Für den RKV Hofen blieb am Ende mehr als ein internationales Spitzenturnier. Es war eine Veranstaltung, die sportliche Klasse zeigte, eine starke Organisation und für das Weltmeisterteam, Stein I, einen würdigen Rahmen bot, eine große Karriere zu beenden.
Bild: CHRISTIAN LANG
Bilder: CHRISTIAN LANG
